Fuerteventura Teil IV

Wanderung von der alten Inselhauptstadt Betancuria zum Mirador de Morro Velosa

Egal ob man vom Valle de Santa Ines im Norden oder von Betancuria im Süden kommt, immer muß auf der serpentinenreichen schmalen Landstrasse hoch gefahren werden. Der Mirador „Morro Velosa“ ist Fuerteventuras berühmtester Aussichtspunkt. Wir sind allerdings zu Fuß unterwegs. Start und Ziel war am südlichen Ortsende von Betancuria.

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Aus der anfänglichen Asphaltstrasse wurde eine Schotterpiste und später ging der Aufstieg ins Bergmassiv über einen Trampelpfad bis zum „Mirador de Morro Velosa“ auf 675 Metern Höhe. Die Panorama Aussicht war grandios. Am Horizont zeichnete sich die Silhouette von Lanzarote ab. An klaren Tagen kann man im Westen Gran Canaria und den „Pico de Teide“ auf Teneriffa sehen. Ich freute mich schon auf den Panoramapavillon. Dort gab es auch einen Kiosk mit hoffentlich leckerem Kaffee. Leider war die Enttäuschung groß, der Pavillon hatte geschlossen und wurde wohl zur Zeit gar nicht geöffnet. Deshalb parkten hier auch keine Ausflug Busse und PKW . Wie es aussah, waren wir die einzigsten, die sich hierhin verlaufen hatten. Ein kleines Stück gingen wir noch weiter bis zur Passhöhe zwischen Betancuria und Valle de Santa Ines um die zwei 4 einhalb Meter hohen Guanchen Skulpturen zu bewundern. Nach einer Pause ging es dann zum Abstieg. Der gestaltete sich als nicht so schön, jede Menge Geröll und Staub.

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Bis auf den geschlossenen Einkehr Kiosk, war es eine schöne Wanderung. Im Ort Betancuria gab es dann genügend Möglichkeiten den Kaffeegenuss nachzuholen.

 

Von El Cotillo zur Playa Esquinzo Wanderung

Die Anfahrtzeit betrug 1,5 Stunden, vom Südosten bis zum Nordwesten der Insel. Wir hatten uns eine Wanderung entlang der Küste vom weitgehenden unberührten El Cotillo ausgesucht. Denn anders als die übrigen Touristenzentren auf der Insel sind hier vornehmlich Individualisten, die weder Pauschalarrangement noch allzuviel Luxus um sich brauchen. Bis vor wenigen Jahren galt der immer etwas unfertig wirkende Ort als Geheimtipp der Surfszene. Die Szene gibt es immer noch, nur sie ist nicht mehr so geheim. Am Festungsturm „Castillo de Toston“ am südlichen Ende von El Cotillo, laufen wir los.

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Es ist eine einfache Wanderung. Ohne großes Auf und Ab kann man einen schön angelegten Küstenpfad immer am Rand der Steilküste nach Süden spazieren. Die Gehzeit hin und zurück dauerte etwa 3,5 Stunden. Wir mussten ausreichend Trinken und Essen mitnehmen, denn es gab keine Möglichkeiten zum Einkehren. Die Länge der Wanderung betrug ca. 14 bis 15 Kilometer.

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Nach etwa 1 Stunde lohnte es sich einen Treppenweg hinab zu steigen zur feinsandigen Playa del Äguila (Adlerstrand), diese ist jedoch genau so wie die Playa del Castillo und die noch eine halbe Stunde weiter südlich gelegene Playa del Esquinzo mehr zum Sonnenbaden als zum Schwimmen geeignet.

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Die Strände gehören zu den schönsten Inselstränden, doch die ungestüm heran rollenden Brandungswellen machen die meiste Zeit einen Badebetrieb unmöglich. Auch die Unterströmungen sind nicht zu unterschätzen.

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Als wir zurückfuhren nach Costa Calma nahmen wir uns vor noch einmal nach El Cotillo zu fahren.

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Schon 6 Tage später machten wir uns wieder auf den Weg, diesmal an das andere Ende des Ortes, zu den Leuchttürmen. Genauer gesagt bei den 2 Leuchttürmen. Den rot weißen, 30 Meter hohen neuen Turm von 1985 und seinen achteckigen Vorgänger von 1955. Im alten Leuchtturm ist ein kleines Museum eingerichtet. In vielen Reiseführern steht zwar, dass man auf die Aussichtsplattform steigen kann, die einen weiten Ausblick hinüber nach Lanzarote erlaubt.

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Aber, dass ist nicht mehr möglich, da die Treppe in dem alten Turm, durch den ständigen Wind eingestürzt ist. Schade, extra deshalb sind wir auch noch einmal gekommen. Interessant ist aber auch der Lehrpfad (knapp 1 Kilometer lang). Und wie es sich am Leuchtturm gehört, war es wieder sehr, sehr windig. Der Wind blies uns regelrecht in den Ort zurück, durch die Gassen.

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Die Atmosphäre im Ort ist angenehm unaufgeregt und eher sportlicher Natur.Kaum ein Souvenirladen ist unter den zahlreichen Restaurants und Bars mit herrlichem Blick auf den Atlantik.

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Im Bereich des alten und neuen Hafens treffen sich Surfer und Wassersport Begeisterte aus aller Welt, oder einfach Leute, die sich die Meeres Brise gern ohne Trubel um die Nase wehen lassen. Und auch immer mehr Nichtsurfer entdecken das sympathische El Cotillo.

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