Erster Kurzurlaub nach „Corona“

Zwischen Hunsrück, Mosel und Rhein machten wir einen kleinen Urlaub mit 5 Übernachtungen im Waldhotel Forsthaus Remstecken. Das Haus liegt im Koblenzer Stadtwald inmitten eines kleinen Tiergeheges mit viel Wald und Wanderwegen. Eine gute Ausgangsposition für unsere Ausflüge und Wanderungen.

Die grossen Parkplätze wurden tagsüber von Joggern, Radfahrern und Tagesgäste des Tiergarten gut belegt. Die Hirsche, Rehe, Wildschweine, Vögel, Pfauen und Ponys zum Reiten erfreuten die Besucher. Am Abend kehrte dann wieder eine grosse Ruhe ein, auch die markanten Schreie der Pfauen waren nicht mehr zu hören.

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Burg Sayn-Wittgenstein

Schon auf dem Hinweg machten wir in Bendorf halt für eine kurze Wanderung. Wir stiegen auf den Burgberg zu der 800 Jahre alten  Stammburg der Fürsten Sayn-Wittgenstein. Die schön restaurierte Burg wird heute als Event Location für Hochzeiten und andere Feierlichkeiten genutzt. Kurz dahinter stiegen wir über einem Pfad zur „Oskarhöhe“. Die Hütte wurde benannt nach einem Mitbegründer der Sayner Hütte. Wieder gehen wir einen Serpentinenweg diesmal runter bis ins Brexbachtal. Bevor wir das „Traumpfädchen“ und den Limesweg weiterliefen machte es „plong“ und Helmut hatte sein Brillenglas verloren. Das war jetzt ganz blöd, denn das kleine Schräubchen war weg und das Glas konnte nicht mehr befestigt werden. Trotzdem mussten wir einen weiteren Serpentinpfad wieder rauf bis zur „Emmahöhe“. Benannt nach einer Tochter von Bertha Krupp. Der Fabrikant ließ hier ein Erholungsheim bauen und Wanderwege anlegen. Der Ausblick ging bis über die Rheinebene und zu den Höhen der Osteifel.

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Kletterwald

Beim Abstieg kamen wir am Kletterwald Sayn vorbei. Wir mussten uns etwas beeilen, weil für den Nachmittag Regen angesagt war. Viel Zeit zum Schauen hatten wir nicht, denn kurze Zeit später setzte der Regen ein. Unter dem Vordach vom Kassenhäuschen stellten wir uns unter. Fluchtartig verließen die zahlreichen Besucher den Kletterwald, denn der Regenguss war lang und kräftig. Das Wasser lief in Strömen den Berg hinunter. Was hatten wir für ein Glück, dass wir gerade noch eine Möglichkeit zum Unterstellen fanden. Eine gute halbe Stunde standen wir im Regen unter dem Vordach, an Weiterlaufen war nicht zu denken, dafür regnete es zu stark. Dann war es endlich soweit, es lies nach und wir konnten weiter.

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Schloss mit Abtei

Am Fuße des Burgbergs sahen wir das Schloss mit Abtei und Museum. Die Zeit reichte nicht mehr um ins Schloss zu gehen. Wir entschieden uns dann für das Schmetterlingsmuseum.

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Hier war es auch jetzt nicht mehr so voll und wir konnten in Ruhe alles ansehen. Es war ganz schön warm mit unseren Masken durch die Räume zu gehen, aber es hat sich gelohnt. Die Schmetterlinge waren zutraulich und setzten sich auf unsere Arme und Hände. Trotzdem war es schwer sie zu fotografieren. Immer wenn man meinte, man hat sie gut im Bild – husch, waren sie auch schon wieder  weg -.

 

Dafür marschierten die Schildkröten  lustig durch die Gänge, ganz flott. Das war noch ein schöner Abschluss unserer Wanderung. Und nun fuhren wir noch zum Optiker nach Bendorf, das Brillenglas wieder einsetzen lassen. Am anderen Morgen konnten wir die Brille  abholen und alles war gut. Der Einäugige konnte wieder richtig sehen.🤗

Danach ging es gleich wieder mit einer anderen Tour weiter. Am Wanderparkplatz bei Vallendar (südlich von Montabaur), am Feisternachtbach beginnt unsere Erfrischungstour. Bei dem warmen sonnigen Wetter genau das Richtige, durch den schattigen Wald.

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Dort folgten wir dem Waldschluchtenweg immer steiler werdend, zwischen groß gewachsenen Buchen und Lärchen den Berg hinauf. Zwergen klein kommen wir uns zwischen den Baumriesen vor.

 

Über Trittsteine überqueren wir den Hirzbach und kommen den Kuckucksberg hinauf in den Kathedralenwald. Überall sehen wir Bäche und Auen, der Wald sieht komplett unaufgeräumt aus. An vielen Stellen müssen wir über die Stämme klettern oder uns hindurchducken. Erst auf dem letzten Stück, weit hinter der Bembermühle begegnen uns die ersten Wanderer. Es ist wichtig Rucksackverpflegung mitzunehmen, denn das ehemalige Lokal „Waldesruh“ in der Bembermühle ist geschlossen.

Ein schöner abenteuerlicher Rundweg bei warmen Wetter. ( Die Strecke war knapp 12 Km und aus dem Reiseführer „Wanderungen für die Seele“ vom Droste Verlag)

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Vom Moselufer in Brodenbach auf die Ehrenburg

Ein neuer Tag, die nächste Tour und wieder strahlend schönes Wetter. Wir fuhren an die Mosel und parkten am Ufer in Brodenbach. Von hier aus liefen wir durch ein bewaldetes Bachtal.  Nach 20 Minuten stieg der Weg allmählich an, durch eine Klammähnliche Passage. Nach wenigen Minuten erreichten wir das sogenannte Donnerloch – eine Kultstätte der Germanen-. Das Bachtal war sehr eng und weitete sich erst wieder an der „grünen Mühle“. Ab da führte ein steiler Pfad durch Fichten- und Buchenwald hinauf auf ein freies Feld über einen  breiteren Weg. Von dort war   der Weitblick fantastisch. Wenig später hatten wir schon die Zufahrtstrasse zur Ehrenburg erreicht. Nun war es nicht mehr weit bis zur Brücke und zum Abstieg vor dem ersten Burgtor.

 

Zurück gingen wir nicht der geteerten Strasse nach, sondern vor dem ersten Burgtor führte rechts ein steiler Pfad abwärts, dem wir folgten bis hinab ins Erbachtal über dem Brückchen auf einem Wanderweg bis zum Ort Brodenbach. (Die Strecke betrug ca. 10,8 km und war aus dem Rother Wanderführer)

Es war richtig schön, mal wieder raus zu kommen, denn am Wohnort Leichlingen haben wir alles abgelaufen !

 

3 Gedanken zu “Erster Kurzurlaub nach „Corona“

  1. Schöner Bericht, der die Lust aufs Wandern erhöht. Seit Corona haben wir als Ausgleich zu unseren früherer Aktivitäten auch schon mehrere größere Wanderungen gemacht und es sehr genossen. Wir werden uns Deine Strecken einmal merken.

    LG Balle

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