Einen Tag im schönen Westerwald

Eigentlich hatten wir eine Woche für den Teutoburger Wald geplant. Die Wettervoraussicht war aber alles andere als gut. Wir entschieden uns für Tagesausflüge, wenn das Wetter es zuließ. So kam es das wir in den Westerwald fuhren, morgens hin und nachmittags wieder zurück, ist ja nicht so weit.

In Roßbach im Wiedtal gab es viele schöne Wanderwege. Die Anfahrt war mit einer Stunde gut machbar.

Der Sagenhafte Westerwald mit seinen verwunschenen Landschaften ist Schauplatz vieler Sagen, Mythen und Legenden. Oftmals weisen diese einen historischen Hintergrund auf, sei es die Besiedlung durch die Kelten oder die Schwedenkriege. Einige Sagen beispielsweise über das Wirken des Teufels, zeugen von der tief ausgeprägten christlich, religiösen Weltanschauung und andere Geschichten wiederum lassen sich auf die Lebensumstände der damaligen Gesellschaftsschichten zurück führen. In nebligen Bachtälern auf windigen Höhen und in dunklen Bergwerkstollen sollen noch heute geheimnisvolle Geschöpfe ihr Unwesen treiben. Mit ein bißchen Fantasie verwandeln sich Schemen in der Dämmerung in Fabelwesen.

Da wir tagsüber unterwegs waren ließen die Fabelwesen uns in Ruhe und wir gingen auf den Track „Westerwaldsteig Erlebnisschleife Basaltbogen“. Rund um die Höhe des „Häubchen“ (Aussichtspunkt), stiegen wir wieder ab und kamen durch das Wiedtal. Hier gefiel es uns besonders gut.

Aber bevor wir durch dieses liebliche Tal kamen , querten wir ein großes Stück Wald indem, obwohl es Samstag war, die Waldarbeiter bei der Arbeit waren. Auffallend viele kranke, von Borkenkäfern befallene Bäume, wurden gefällt. Schilder wiesen auf „Lebensgefahr“hin, aber wir konnten nicht mehr anders laufen mussten dort durch. Die Waldarbeiter waren sehr freundlich , hielten mit ihrer Arbeit inne und ließen uns vorbei.

umgestürzter Baumriese

Anderl Heckmaier Gedächnisroute

Einen weiteren Wandertag durch die Elfringhauser Schweiz, starteten wir bei Sprockhövel einige Tage später, wieder bei sehr schönem Wetter. Am Rande des Ruhrgebietes zwischen Wuppertal und Hattingen ist es überraschend ländlich.

Wir begannen beim Café´/Restaurant Waldhof und folgten dem Wegweiser“Zu den Wanderwegen“. Die Wege waren teilweise etwas steil deshalb auch der Name „Elfringhauser Schweiz“.

Dieser Wanderweg ist dem Erstbegeher der „Eigernordwand“ gewidmet. Noch mit 97 Jahren ging er diesen Wanderweg und übernachtete im „Waldhof“. An verschiedenen Stellen erinnern Tafeln an sein bewegtes Leben.

Rechts und links des Weges waren große Flächen mit Weihnachtsbaum Anbau belegt. Da konnte man sich schon einmal sein „Bäumchen“ für das nächste Fest aussuchen. Vorbei am Bergerhof, einem beliebten Ausflugsziel, mit riesigem Parkplatz, tauchten wir wieder in den ruhigeren Teil des Waldes ein und uns begegnete kaum noch ein Mensch.

Auch hier fiel wieder die Trockenheit auf, überall lagen die kranken gefällten Bäume. Die Seen und Bäche waren ausgetrocknet . So weit die Sicht reichte sahen wir total verdorrte Wiesen. Das macht Angst, obwohl es die letzten Tage etwas geregnet hatte, war es viel zu wenig.

Zum Abschluss kehrten wir dann noch in den Waldhof ein und belohnten uns mit Cappuccino, Waffeln und Pflaumenkuchen.

Sehr schöne empfehlenswerte Wanderungen und alle in Heimatnähe.

glückliche freilaufende Hühner

2 Gedanken zu “Einen Tag im schönen Westerwald

  1. It looks enchanted! And I love the historical background you shared. Funny how we try to explain things to ourselves. Glad you had a nice hike and hopefully more to come. What a joy that you are able to do this even in the middle of a pandemic!

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