Träume von Vergangenem

Bretagne August 2010

Zur Zeit können wir alle nicht reisen. Und je länger dieser Zustand dauert, je mehr vermisse ich das „Unterwegs sein“. Ich schaue mir Vergangenes an und träume. Meine Erinnerung führt mich in die Bretagne. Hier wollten wir immer noch einmal hin, weil wir die ganze Bretagne in dem Urlaub nicht geschafft haben. Das Wetter war in diesem Sommer in Deutschland sehr heiß und in der Bretagne ist es bekanntlich kühler und angenehmer. Am Anreisetag fuhren wir bis Rennes, die Hauptstadt der Bretagne. Dort hatten wir uns ein Hotelzimmer für die erste Übernachtung bestellt. Die weiteren Übernachtungen reservierten wir immer erst kurz vor Ankunft, meist für 2 oder 3 Nächte.

Alte Häuser und gemütliche Cafés an der Place Ste-Anne

Am späten Nachmittag gingen wir durch die mittelalterlichen Gassen von Rennes und kehrten in einem der zahlreichen Cafés´ein. Mit einem belgischem „Leffe Bier“ ließen wir unseren Anfahrtstag ausklingen. Zu müde waren wir für einen ausgedehnten Stadtrundgang. Am Ende des Urlaubs kamen wir noch einmal nach Rennes und holten den grossen Rundgang durch die Stadt nach.

Rennes

Der nächste Morgen begann für uns ausgeruht. Unser Ziel war das Kloster „Le Mont-St-Michel“. Durch seine außergewöhnliche Lage und seine reiche Vergangenheit, ist das Weltkulturerbe der UNESCO für alle Besucher der Bretagne ein „Muß“.Deshalb fuhren wir zeitig am frühen Morgen los, um überhaupt noch einen Parkplatz zu bekommen. Auch sollte man die Gezeiten des Wassers einplanen, um die spektakuläre Flut oder Ebbe zu sehen. Die steinerne Insel Mont-St-Michel hat einen Umfang von 900 Metern und 80 Meter Höhe, die mit dem Festland im Jahr 1877 erbauten Deich verbunden ist. Unbedingt sehenswert war das Panorama über die Bucht von der Befestigungsanlage aus. Bei Ebbe sind die Sandbänke bis zu 15 km weit sichtbar.

Le Mont-St-Michel

Unser nächster Übernachtungsort war Cancale, seit Jahrhunderten für seine flachen Austern berühmt. In der Bucht werden sie gezüchtet und in den Hotels und Bars am Hafen frisch serviert. Für Austern Liebhaber der reinste Genuss. Vor sehr vielen Jahren verbrachte ich hier meinen ersten Frankreich Urlaub, der mir in sehr guter Erinnerung geblieben ist. Als Ausgangspunkt unserer weiteren Ausflüge und Besichtigungen eignete sich dieser kleine Austernort sehr gut.

Cancale
Blick auf St-Malo
Ausblick von Le Mont-St-Michel

Deshalb sahen wir uns am nächsten Tag die lebhafte Hafenstadt St-Malo an, einst berühmte Piratenfestung. 1944 wurde die Altstadt völlig zerstört. Sorgfältig wieder aufgebaut vermittelt sie heute wieder den Charakter der einst berühmten Festung. Unbedingt sehenswert war der Rundgang über den drei Kilometer langen Damm am Meer entlang. Der Spaziergang auf der Mauer bot wundervolle Ausblicke.

Aussicht auf das Fort National

Allein für die Stadtbefestigung brauchten wir gut zwei Stunden. Dann waren da noch die Altstadt, der Hafen und die Bastionen St-Louis, St-Philippe und die wunderbaren Strände zu bestaunen. Das Fort National ist nur bei Ebbe zu Fuß erreichbar. Wir nahmen an einer Führung teil, mussten dann aber zeitig wieder zurück, weil die Flut einsetzte. An einem Tag war es unmöglich alles Sehenswerte in St-Malo zu besichtigen, da mussten wir dann Prioritäten setzen. Es war schade, aber es ging nicht alles.

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